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| Torvalds: "Ich
akzeptiere keinen Kernel-Code von irgendeiner Firma" Die Open Source-Bewegung benötigt keine Entwicklungshilfe von kommerziellen Unternehmen. Das unterstrich Linux Torvalds, Begründer des Open-Source Betriebssystems, heute auf der CA World in Las Vegas. "Ich kann für alle Kernel-Entwickler sprechen, wenn ich sage: "Wir akzeptieren keinen Code von Unternehmen! Nicht von IBM, und auch nicht von anderen, " so Torvalds heute im Mandalay Bay-Center in Las Vegas, Nevada, während einer Podiumsdiskussion mit anderen Grössen der offenen Entwicklerszene zu den Perspektiven des Projekts Linux. "Software-Unternehmen sind getrieben von ihrer Zeitplanung bei der Erreichung ihrer Ziele, so Torvalds weiter. Das führe immer wieder zur Nachlieferung von Patches. Anfang Mai hatte das Software-Unternehmen SCO 1.500 Unternehmen in einem Brief davor gewarnt, Linux weiter kommerziell einzusetzen, weil damit das geistige Urheberrecht SCOs verletzt werde. Der Vorwurf des Software-Anbieters SCO, ehemals Caldera, lautet, dass der Kernel des Betriebssystems in wichtigen Teilen ein Unix-Plagiat sei. Seit dem 7. März betreibt SCO eine Klage mit einer Schadensersatzforderung in Höhe von 1 Milliarde Dollar gegen den Technologiekonzern IBM, weil dieser mit der Offenlegung des Quellcodes seines Betriebssystems AIXs die Lizenzvereinbarungen mit SCO verletzt haben soll. Für die Endnutzer
habe die Auseinandersetzung keine Konsequenzen, und IBM könne auf
sich slebst aufpassen, erklärte Larrz Augustin von VA Software. "Linux
ist ein internationales Produkt für die Welt, und nicht den Gesetzen
eines einzigen Landes unterworfen," argumentierte Altmeister Jon
Maddog Hall von Linux International. Für Microsoft sei damit ein
Konkurrent erwachsen, mit dem der Konzern in Redmond nicht umgehen könne.
(as) |